Catch Mekong

Salzwasserintrusion und morphologische Veränderungen im Mekong-Delta: Aktueller Status, Einfluss des Oberlaufs und zukünftige Entwicklungen (Catch Mekong)

Dauer

03/2017 - 12/2019

Catch-Mekong – Mit Satelliten und Sensoren dem Fluss auf der Spur Integriertes Wasserressourcen-Management: Von der Forschung in die Umsetzung (IWRM)

Das Mekong-Delta bietet über 17 Millionen Einwohnern, die in 13 der 63 vietnamesischen Provinzen leben, natürliche Ressourcen. Häufige Überschwemmungen und Dürreereignisse, zunehmendes Eindringen von Salzwasser und Versalzung der Böden, eingeschränkte Verfügbarkeit von Trinkwasser, nicht nachhaltige Landnutzung und Sandabbau, Küsten- und Flussufererosion, Absenkung sowie die wachsende Gefahr eines klimabedingten Meeresspiegelanstiegs und Taifune üben negative Auswirkungen auf das Leben der Menschen im Delta. Langfristig wird die Stabilität des Deltas auch durch die zahlreichen Dammbauten bedroht: Aufgrund eines stark reduzierten Sediment- und Geschiebetransports werden dadurch die Erosions- und Landabsenkungsprozessen beschleunigt.

Aufgrund all dieser Entwicklungen ist das Delta nicht in der Lage, seine wichtigen ökologischen Dienstleistungen zu erfüllen, und stellt Planer und Behörden vor wachsende Herausforderungen, um eine nachhaltige Bewirtschaftung der Region sicherzustellen. Ein wichtiger Aspekt zur Unterstützung von Planungsprozessen ist in diesem Zusammenhang die Verfügbarkeit einer konsistenten und aktuellen Daten- und Wissensbasis zu den wichtigsten Schlüsselthemen sowie operativen Instrumenten für die effektive Kommunikation und Verteilung von Informationen.

Ziele

Das übergeordnete Ziel des Catch-Mekong-Projekts besteht darin, innovative Forschung und Technologien für eine nachhaltige und grenzüberschreitende Bewirtschaftung der natürlichen Wasser- und Landressourcen im Mekong-Delta bereitzustellen.

Im Einzelnen konzentriert sich das Projekt auf folgende Ziele:

  • Aufbau einer umfassenden Daten- und Informationsdatenbank für Wissenschaftler, Planer und Entscheidungsträger, um Entwicklungsherausforderungen zu bewältigen
  • Wissenslücken in den Schlüsselthemen Wasserverfügbarkeit, Eindringen von Salzwasser, Landnutzung, Flussmorphologie und Küstenerosion füllen.
  • Transfer von Know-how und Technologie durch die Entwicklung innovativer hydrologischer Sensortechnologien und Messstationen
  • Unterstützung des Planungs- und Entscheidungsprozesses bei Verstärkung von Kapazitäten zum  Datenaustausch und zur Kommunikation durch neuartige webbasierte Informationstechnologie